Schaffhauser Nachrichten: Ja zur Sanierung des «Freudenfelses»

30. November 2022

Der Grosse Stadtrat stellte sich am Dienstag klar hinter die Vorlage zur Sanierung der Liegenschaft Freudenfels....

Die diesjährige Museumsnacht Hegau-Schaffhausen war mehr als eine grenzüberschreitende Kulturveranstaltung. Die ­zahl­reichen Events verleiteten die Besucherinnen und Besucher dazu, innezuhalten und zu ­reflektieren.

Von Indrani Das Schmid

«That’s the time, I feel a dream comes true.» Ihre Worte sind klar, ihr warmer Sopran schwebt wie ein warmer Hauch durch die Räume des Museums zu Allerheiligen. Am Samstag, kurz nach 17 Uhr, der Vortragssaal ist voll besetzt, als die sanfte Stimme von Rislane El Harrat die Besucher aufblicken lässt. Sie und ihr Gitarrist Philippe Haefliger vom Duo Gainsbarre Band eröffnen die 21. Museumsnacht Hegau-Schaffhausen mit sanftem Jazz. Unaufgeregt, simpel und so schön, dass mancher Zuhörer die Augen schliesst. Und lauscht.

Rund 100 Kunstschaffende seien heute an gut 64 Ausstellungsorten zugange, erklärt Stadtrat Raphaël Rohner. In zehn Gemeinden, dies- und jenseits des Rheins. Grenzüberschreitend.

Die Kunst mache an keinem Zoll halt, rege überall an und stifte Freundschaften. «Manche Regionen könnten sich daran ein Beispiel nehmen», sagt er und betont, dass die Politik sehr sorgsam mit diesem reichen kulturellen grenzüberschreitenden Schatz umgehen müsse.

Still und eindringlich

Sanft liegt die Hand auf dem Köpfchen des Töchterchens, das ihm knapp zu seinem Po reicht. Der Handrücken ist komplett tätowiert, auf seinen Finger­rücken steht die Zahl 1291 – das Geburtsjahr der Eidgenossenschaft. Wer er ist, sieht man nicht. Das ist der Fotografin Helene Reif auch nicht so wichtig. Aus ihrem Ausschnitt strömt die Zärtlichkeit eines Vaters. Sie und die Malerin Iris Michel bestreiten die zweite ­Ausstellung der neu eröffneten «Neuen ­Galerie für Gegenwartskunst». Mit schwarz-weissen Fotografien, die oft in Nahaufnahmen wie eine Tür zu ­Geschichten wirken, die ihr Kaleidoskop der kleinen Wunder nur demjenigen entfalten, der sich auf diesen Moment einlässt. Oder der sich durch die Far­bigkeit ihrer Gefässe einfangen lässt. «Gefässe sind für mich wie Menschen», die Malerin Iris Michel lächelt verschmitzt, «die tanzen, umarmen können.» Und so tanzen ihre Gefässe, fangen an zu plaudern und verströmen ­lächelnde Leichtigkeit. Unaufgeregt und sanft dreht sich ein Karussell an Baby-Utensilien, Menschen und Engel in dem kleinen Zelt, das im Hof des ­Museums Allerheiligen steht. Nichts ist konkret, alles nur angedeutet. Die Lichtinstallation «Bajuschki» von An­gelika Dreher ist eine Reminiszenz an ein altes russisches Wiegenlied, das ­poetisch die Geborgenheit dieser Rituale thematisiert. Und in seiner vermeint­lichen Einfachheit wie ein Mahnmal wirkt. «Kunst regt an» – das waren die Worte des Stadtrats Raphaël Rohner. Wie sie gelesen wird, sei individuell.

Kunst transformiert

Eines wurde in dieser Nacht deutlich: Kunst verarbeitet, transformiert und hat die Macht, zu Kritik und Perspektiven-Wechsel einzuladen, wie die Darbietung der Dance Compagnie T42dance in der Rhyality Immersive Art Hall zeigte. Ob nun expressiv oder eher verhalten-einladend, die diesjährige Museumsnacht umwehte ein Hauch von Nachdenklichkeit.

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